Integrierter Labortest und Triple-Test

Zur Freude über Ihre Schwangerschaft gesellt sich bei Ihnen schnell der Wunsch nach einem gesunden Kind.

In jeder Schwangerschaft, auch bei jungen Schwangeren, besteht ein geringes Risiko für das Kind, eine Störung im Erbgut zu haben und hierdurch bedingt mit einer Behinderung zur Welt zu kommen.

Je älter die Schwangere ist, desto größer ist dieses Risiko.
Bei Schwangeren mit einem Alter von 25 Jahren ist eines von 1.300 Kindern vom Down-Syndrom betroffen. Ist die Schwangere über 35 Jahre alt, ist eines von 380 Kindern betroffen.

Mit zusätzlichen, im folgenden erklärten Verfahren ( Integrierter Test, AFP, Tripel Test), die erst nach persönlicher Beratung durchgeführt werden, erhalten Sie ein Ergebnis, daß mit hoher Wahrscheinlichkeit über das Risiko möglicher Fehlbildungen oder Chromosomenstörungen Ihres ungeborenen Kindes informiert.

Beim Integrierten Test werden aus dem Blut der Mutter das Papp A in der 10.-13. SSW und das Beta HCG und AFP in der 15.-18. SSW bestimmt. Es sind also zwei Blutentnahmen erforderlich. Aus diesen Werten in Kombination mit dem mütterlichen Alter und dem Schwangerschaftsalter wird das individuelle Risiko der Schwangeren für ein Kind mit Trisomie 21 (Down Syndrom,Mongolismus) ermittelt. Mittels des AFP-Wertes kann man das Risiko für einen offenen Rücken (Spina bifida)  ermitteln.

Die Bestimmung des AFP (Alpha-Fetoprotein) ist eine der ältesten Untersuchungen der Pränataldiagnostik und und wird aus dem mütterlichen Blut zwischen der 15. und 18. SSW durchgeführt. Eines von 1200 Kindern kommt mit offenem Rücken (Spina bifida, Neuralrohrdefekt) zur Welt.

Beim Triple Test werden die Hormone Beta HCG, AFP und Östriol zwischen der 15. und  18.SSW aus dem mütterlichen Blut (einmalige Blutentnahme) bestimmt und in Kombination mit dem mütterlichen Alter und Schwangerschaftsalter das individuelle Risiko der Schwangeren für ein Kind mit Trisomie 21 und das Risiko für den offenen Rücken ermittelt. Der Nachteil des Tripel Testes ist seine relativ hohe Fehlerquote von 5% an falsch positiven Befunden , die zur Beunruhigung der Schwangeren und Abklärungspflicht führt und seine relativ späte Durchführung. Im Vergleich dazu hat der Integrierte Test eine geringere Rate an falsch positiven Testen und durch den frühen, gegebenenfalls auffälligen Papp-A, kann zu einem wesentlich füheren Zeitpunkt als beim Triple Test eine weiterführende, klärende Diagnostik eingeleitet werden.

Zusammenfassend muß noch einmal darauf hingewiesen werden, daß sowohl das Ersttrimesterscreening (Nackenfaltenmessung), als auch der integrierte Test, der Triple Test und die AFP-Bestimmung keine absolute Garantie geben können, daß das ungeborene Kind bezüglich des Gen-Defektes gesund ist. Die genannten Untersuchungen führen zu einer individuellen Risikoeinschätzung, die eine Entscheidungshilfe für oder gegen eine weiterführende, ggf. invasive pränatale Diagnostik (Fruchtwasseruntersuchung= Amniocentese) sind.

Ihr Nutzen

Rechtzeitig können notwendige, weiterführende Untersuchungen zur Diagnosesicherung eingeleitet werden. Sie erhöhen durch den integrierten Test Ihre eigene Sicherheit und die Ihres Kindes.